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Ausflugsziele


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Ausflugsziele auf Usedom (einschließlich Schiffsausflüge)

Halbinsel Gnitz

  • Die Halbinsel Gnitz liegt zwischen Achterwasser, Peenestrom und Krumminer Wiek. Die kuppige Grundmoränenlandschaft gehört zusammen mit dem Golm zu den ältesten Siedlungsgebieten Usedoms, noch heute zu erkennen an dem in der Nähe von Lütow befindlichen Großsteingrab. Neben dem Gnitz befindet sich mitten im Achterwasser, über einen Damm erreichbar, die kleine Insel Görmitz.
  • Das Naturschutzgebiet „Südspitze Gnitz“ am Ende der Halbinsel ist ein Refugium für Seeadler und ideales Ziel für Wandertouren zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Eine weitere landschaftliche Attraktion ist der im Südwesten des Gnitz liegende „Weiße Berg“, ein 32 m hoher Kliffrand, der im farblichen Kontrast zum Achterwasser hell erscheint. Gemeinsam mit dem Steilufer der Krumminer Wiek gehört die Erhebung zu einem der zahlreichen Endmoränenzüge auf Usedom.


Peenemünde

  • Im Historisch-Technischen Museum Peenemünde finden Sie Informationen zu einer der größten technischen Leistungen unserer Zeit. Der gelungene Start der ersten Fernrakete der Welt in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde besiegelte im Oktober 1942 einen der spektakulärsten, aber auch gefährlichsten technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts. Dokumente, Originalteile und Modelle vermitteln eine Vorstellung von der Arbeit der Peenemünder Spezialisten unter Leitung Wernher von Brauns, der später in den USA das Apollo-Programm der NASA maßgeblich entwickelte, aber auch von den verheerenden Folgen dieser neuen Waffe. Darüber hinaus zeigt das Museum Flugzeuge, Hubschrauber und ein Raketen­schiff. Das HTM Peenemünde befindet sich in dem ehemaligen Kraftwerk der Heeres­versuchsanstalt, das heute selbst ein bedeutendes technisches Denkmal ist.
  • In nahegelegenen U-Boot-Museum können Sie U-461, 1965 bei der sowjetrussischen Nordmeerflotte in Dienst gestellt, besichtigen. Das U-Boot führte in vier Behältern je eine Rakete mit sich. Sie abzuschießen war jedoch waghalsig, da man dazu noch auftauchen musste. Zwei demilitarisierte U-Boote wurden in den 1990er Jahren verkauft; U-461 liegt seit Ende 1998 an der Pier des früheren Marinestützpunktes der 1. Flottille in Peenemünde. Das U-Boot ist heute Besuchermagnet für Marineinteressierte aus Nah und Fern. Sehenswert ist auch die Phänomenta Peenemünde, eine naturwissenschaftlich-technische Ausstellung mit Experimenten.


Benz

  • Die Benzer Mühle, eine der letzten holzbeschindelten Holländerwindmühlen, wurde um 1830 erbaut. Die Mühle hat einen Keller, einen dreigeschossigen Aufbau sowie eine Haube in Fachwerk mit Windrose und Flügelkranz. Für die Erhaltung der Mühle sorgte der Maler Otto Niemeyer-Holstein, der sie als Atelier für junge Nachwuchskünstler nutzte. Besichtigungen der Mühle sind jederzeit möglich. Am Fuße des Mühlenberges liegt der Benzer Fried­hof mit einem denkmalgeschütztem Friedhofsteil. Hier befinden sich die letzten Ruhestätten des Malers Otto Niemeyer-Holstein und des Schauspielers Rolf Ludwig.


Karlshagen

  • Im Naturschutzzentrum (Kurpromenade, Nordwestseite) können Sie sich über die Usedomer Naturschutzgebiete informieren. Ein Diorama vom Peenemünder Haken, interessantes Anschauungsmaterial über geschützte Tiere und eine große Seevogelausstellung geben einen Überblick zur heimischen Tierwelt. Der Ausstellungsbereich Moore macht Sie mit den geschützten Lebensräumen der Insel Usedom und dem Moorschutzprogramm vertraut.
  • Die Marina Karlshagen ist derzeit der größte Yachthafen im deutschen Teil Usedoms. Mehrere Restaurants laden zum Verweilen ein.


Trassenheide

  • Europas größtes Schmetterlingshaus mit einer Gesamtfläche von mehr als 5.000 m² (Schmetterlingspark, Tropenhalle mit über 2.000 frei herum fliegenden tropischen Schmetterlingen, Insektenmuseum, Vogelspinnenschau, Glasausstellung, Insektenkino und Ausstellung „Geheimnisvolle Welt Asiens")
  • Der Reit- & Freizeithof „Friesenhof“ besitzt moderne Stallungen, eine großzügige Reitanlage mit einer 60 x 20 Meter großen Reithalle, und bietet beste Bedingungen für Reitsport und Reittouristik. Zehn hauseigene Friesenpferde, die dem Hof seinen Namen gaben, stehen für Interessenten zur Verfügung.
  • Das Haus auf dem Kopf macht mit allen Einrichtungsgegenständen Kopfstand …
  • Im Kinderland Trassenheide können Familien mit ihren Kindern einen erholsamen Tag verbringen. Ob Karussell, Kindereisenbahn, Westernbahn oder eine der vielen Hüpf­burgen, Schlittenrutsche oder Trampoline, die ohne Aufpreis nach Herzenslust benutzt werden dürfen, können sich die Kleinen auch an riesen Legosteinen oder einem groß­zügig eingerichteten Fitnessplatz mit vielen Sportgeräten auslassen.
  • In der Nähe (Richtung Wolgast) lädt das Gut Mölschow zum kreativen Handwerken ein.


Zempin

  • Otto Niemeyer-Holstein-Gedenkstätte: Gelegen zwischen den Gemeinden Koserow und Zempin in freier Landschaft ist Lüttenort eine besondere Kulturstätte der Insel Usedom. Anlage, Garten, Bauten, Atelier und Ausstellungen stehen in einem Zusammenhang, in dem sich Natur und Kunst unmittelbar begegnen. Der Maler Otto Niemeyer-Holstein (1896 bis 1984), dessen Bilder seit 1919 in Ausstellungen gezeigt und von Sammlern und Museen erworben wurden, hatte sich Anfang der 1930er Jahre von dem offiziellen Geschehen abgewendet, nicht aber von den Freunden und den kulturellen Ansprüchen. Im Gegenteil, Lüttenort wurde und blieb seit dem immer ein Ort der Begegnung und mannigfachen Austauschs, eine Art geistiger Oase, im Umgang mit Künstlern und Kunstfreunden.


Koserow

  • Die Salzhütten Koserow wurden um 1820 im Zuge einer von der königlichen Regierung angeregten Maßnahme zur Förderung der Strandfischerei an der ganzen Usedomer Küste errichtet. Sie dienten anfangs als Verschlusslager für steuerfreies, vom Staat geliefertes Steinsalz. Während der Heringsfangzeit wurde in diesen Hütten der Hering unter staatlicher Aufsicht gesalzen und verpackt. Die Salzhütten befinden sich direkt an der Koserower Seebrücke. Heute werden die Hütten zum Teil noch von den ansässigen Fischern genutzt, ferner gibt es hier eine Gaststätte und ein Souvenirgeschäft.
  • Der sagenumwobene Streckelsberg ist mit seinen 60 Metern die höchste Erhebung der Insel Usedom. "Witter Barg" (= weißer Berg) nannten früher die Fischer und Bauern den Streckelsberg, als noch der Wind den Sand seiner Kuppe bis auf die Felder von Koserow und Loddin trug. Sein Südhang wurde deshalb in den Jahren 1818/19 mit Buchen bepflanzt. Zum Schutz gegen den ständig fortschreitenden Abtrag der Steilküste wurde um 1895 eine Feldsteinmauer von 150 Metern Länge vor dem Streckelsberg errichtet. Diese sogenannte Brandungsmauer wurde zwei Jahre später auf 320 Meter Länge erweitert. 1998/99 wurde die bis dahin stark zerstörte Brandungsmauer vollkommen saniert. In den Höhlen des Streckelsberges soll einst auch der Seeräuber Klaus Störtebecker seinen Unterschlupf gefunden haben. Seit 1961 ist der Streckelsberg Naturschutzgebiet.


Ückeritz

  • Kletterwald Usedom (ca. 500 m hinter Ückeritz, unmittelbar und unverfehlbar an der B 111, direkt am Usedomer Steingarten, GPS-Daten: N 54°00.094', E 014°03.533', siehe www.kletterwald-usedom.de).
    Einmal wie Tarzan von Baum zu Baum schwingen? Wie Indiana Jones über wackelige Brücken steigen und an Seilen Hindernisse überqueren? Sich an alten Findlingen im Gesteinsgarten des Forstamtes erfreuen und die Geschichte erforschen? Die Erkundung des Waldkabinetts mit seiner Baum-, Pflanzen- und Tierwelt ermöglicht Jung und Alt eine einzigartige Verbindung von Bildung mit Spaß im Kletterwald.


Lütow

  • Eine der bedeutensten Sehenswürdigkeiten ist das Großsteingrab auf dem Gnitz am Ortseingang von Lütow. Bereits 1826 nahm man erste Untersuchungen an der steinzeitlichen Anlage vor und entdeckte steinzeitliche Geräte, Waffen, Gefäße sowie Bernsteinschmuck, die sich seit dem im Museum von Stettin befinden. Das Großsteingrab wurde rekonstruiert und kann heute besichtigt werden.


Mellenthin

  • Das als einer der bedeutendsten Profanbauten der Renaissance im Norden Deutschlands gerühmte Wasserschloss Mellenthin wurde 1575 als repräsentativer Herrensitz durch Rüdiger von Neuenkirchen vollendet. Neben dem Kloster Pudagla hatten die von Neuenkirchen den größten Landbesitz auf der Insel. Mit dem Tod des Sohnes Christoph im Jahre 1641 starb das Geschlecht derer von Neuenkirchen aus. Danach wechselte der Adelssitz mehrfach seine Besitzer. Dank eines engagierten Fördervereins gibt es inzwischen erste Restaurierungsarbeiten am Schloss, so dass heute eine Innenbesichtigung möglich ist. Hier vermittelt der mit Figuren und Reliefs geschmückte schöne Kamin aus dem Jahre 1613 eine Vorstellung einstiger Pracht. Heute befinden sich in dem Wasserschloss ein Hotel und ein Restaurant.


Pudagla

  • Um 1574 begannen im Auftrag von Herzog Ernst Ludwig die Umbauten des ehemaligen Klosterbesitzes zum Schloss Pudagla, welches als Witwensitz für seine Mutter Maria von Pommern-Wolgast gedacht war. Das Schloss mit seiner Größe von 49 x 11 Metern wurde wahrscheinlich auf den Kellermauern eines Klostergebäudes errichtet. Über dem Haupt­portal befindet sich als einziges Schmuckelement eine steinerne Wappentafel der Pommer­schen Herzöge. Heute befindet sich im Schloss unter anderem eine Gaststätte.


Bansin

  • Das Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Bansin gehört mit Heringsdorf und Ahlbeck zu den drei Kaiserbädern. Der Ort ist von adretten Villen und Hotels geprägt, die meist in unmittelbarer Strandnähe liegen. Im jüngsten und kleinsten der drei benachbarten Bäder überwindet zwar nur eine vergleichsweise "einfache" Seebrücke die Trennungs­linie zwischen Land und Meer, der Blick von ihr ist jedoch kaum weniger reizvoll als der, den man ihren bekannteren Schwestern zuschreibt. In Bansin beginnt die bis nach Ahlbeck durchgehende, über sieben Kilometer lange Strandpromenade. Eine Wanderung entlang der drei Seebäder erschließt dem Betrachter die feinen Unterschiede, die zwischen ihnen bestehen. In Bansin erkennt man den modernsten Abschnitt der historischen Promenade an einer wichtigen Neuerung aus damaliger Zeit – dem freien Meerblick.


Heringsdorf

  • Nach dem mondänen, durch den preußischen König geförderten Swinemünde war das Seebad Heringsdorf der zweitwichtigste Badeort auf Usedom. Zunächst war der Ort ein namenloses Fischerdorf, doch durch die Weitsicht des damaligen Oberforstmeisters von Bülow, einem Vorfahren des als Loriot bekannten Vicco von Bülow, begann man Anfang des 19. Jh. mit der Errichtung einer modernen Badeanstalt. Das später auch als "Nizza des Ostens" betitelte Heringsdorf entwickelte sich rasch zum angesagten Modebad der feinen Gesellschaft. Hier waren nicht nur hohe Beamte, Offiziere und Regierungsräte zu Gast, sondern vor allem das betuchte Bürgertum besuchte den Ort gern und häufig. So kann das Seebad eine illustre Gästeschar aufweisen – ob Maxim Gorki, die Brüder Mann, Johann Strauß oder Theodor Fontane – alle waren vom Flair des Ortes fasziniert und wurden hier nicht selten zu ihren Werken inspiriert. Und nicht zu vergessen die kaiser­liche Familie: zwar be­suchte Kaiser Wilhelm häufig das ungleich größere Swinemünde, weilte mit seiner Familie aber fast ebenso oft in Heringsdorf.


Ahlbeck

  • Im Jahre 1700 gestattete der Besitzer des Gutes Mellenthin, Baron von der Lühne, einem Müller, an der Mündung des Aalbaches eine Wassermühle zu errichten. Die unwirtliche Siedlung zwischen Dünen und Wald blieb zunächst recht klein. Bis 1820 entstanden elf Häuser, Ahlbeck wurde zum Fischerdorf. Die Einwohner lebten nahezu ausschließlich von Fischfang und Kleinhandel mit dem benachbarten Swinemünde. Inzwischen ist Ahlbeck einer der größten und bekanntesten, auf jeden Fall aber der östlichste see­zugewandte Badeort im deutschen Teil Usedoms. Als eines der drei Kaiserbäder hat das Seebad neben Heringsdorf und Bansin eine lange Tradition im Fremdenverkehr. Der Ort stand schon früh im Ruf, ein Familienbad zu sein, auch heute geht es dort etwas lockerer zu als im benachbarten Heringsdorf. In Ahlbeck steht die älteste noch erhaltene deutsche See­brücke, deren Besuch praktisch unumgänglich ist. Von hier lohnt es sich, einen Schiffs­ausflug ins Oderdelta oder nach Swinemünde zu machen.


Insel-Safari

  • Eine Insel-Safari verknüpft die Elemente Land, Wasser undLuft zu einem besonderen Erleb­nis. Als Gast sind Sie mittendrin, erleben und gestalten Ihren Tag anders als gewöhnlich. Die Gäste werden von jedem Ort der Insel angeholt und bekommen für die Tour ein Fernglas und gegebenenfalls Stiefel für die Moore. Proviant ist dabei: Picknick zum Mittag, am Nachmittag eine Rast mit Kaffee und Kuchen, abends wird gegrillt oder am Lagerfeuer gekocht. Alles für die Pausen wird selbst zubereitet und ist immer und über­all verfügbar. Von April bis September besucht die Safari kein Restaurant sondern ist ausschließlich in der Natur. Tel. 03836-203290 oder 0172-3166634, www.insel-safari.de.


Schiffsausflüge

  • Kaiserbäder und Misdroy, Swinemünde und Stettin sowie Rügen/Kreidefelsen: Die Reederei Adler-Schiffe GmbH & Co. KG bietet Schiffsausflüge auf folgenden Linien an:
    - Zinnowitz-Koserow-Swinemünde
    - Heringsdorf-Bansin-Insel Wollin/Misdroy (Bus nach Kolberg)-Ahlbeck-Heringsdorf
    - Swinemünde-Stettin
    - Insel Rügen & Kreidefelsen
    Fahrplanauskunft an der Seebrücke Zinnowitz, unter 01805-123344 (14 Ct./Min.) oder unter www.adler-schiffe.de.
  • Greifswalder Oie: Die Reederei Apollo GmbH fährt im Zeitraum Mai bis Oktober zwei- bis dreimal wöchentlich von Peenemünde zur Insel Greifswalder Oie, die Überfahrt dauert ca. 90 Minuten.
    Die Greifswalder Oie liegt ca. 18 sm nördlich von Zinnowitz im Greifswalder Bodden und ist rund 54 Hektar groß. Die Insel ist ein Vogelschutzgebiet; die Größe des Naturschutzgebietes beträgt aber gut 250 Hektar, da hierzu unter anderem auch das etwa 3 km lange Oier Riff im Süden der Insel gehört. Aufgrund seiner Lage weit vor der Ostseeküste ist die Greifswalder Oie ein beliebter Rastplatz für Zugvögel. Die Insel ist zwar nicht mehr als 1,5 km lang und nur knapp 600 m breit, man sollte sich aber hiervon nicht täuschen lassen, denn wenn man das ganze Programm inklusive einer Leuchtturmbesichtigung mit­macht ist die verfügbare Stunde für den Landgang recht knapp bemessen.
    Fahrplanauskunft: 038371-20829 oder unter www.schifffahrt-usedom.de.
  • Yachtcharter: Verschiedene Anbieter verchartern Segelboote, z. B.
    Ostsee-Charter-Yacht, Standort: Hafen Zinnowitz, Tel. 038377-43881
    medimare yachtcharter, Standort: Marina Kröslin, Tel. 030-65075470 oder 0177-6757858
    Yachtcharter Grünke, Holzteichstr. 8, 17489 Greifswald, Tel. 0172-290690
    weitere Auskünfte auch via Hafenmeister Zinnowitz: Sven Schwabe, Tel. 0171-3837902
  • Mitsegeln: Verschiedene Anbieter bieten ein- oder mehrtägige Segelausflüge an, z. B.
    medimare yachtcharter, Standort: Marina Kröslin, Tel. 030-65075470 oder 0177-6757858
    Yachtcharter Grünke, Holzteichstr. 8, 17489 Greifswald, Tel. 0172-290690



Ausflugsziele auf dem nahen Festland

Wolgast

  • Das Rungehaus in der Kronwiekstr. 45 wurde 1750 erbaut und diente zur damaligen Zeit als Wohn- und Handelshaus der Familie Daniel Niklaus Runge, der der schwedischen Krone diente, da dieser Landstrich zur damaligen Zeit Schweden unterstand. Hier wurde 1777 Philip Otto Runge, der Maler und Mitbegründer der romantischen Malerei, geboren. In seinem Ursprung blieb das Haus bis zur heutigen Zeit erhalten und diente bis 1993 als Wohnhaus. Das Haus sowie Nebengebäude und Hof wurden 1996/97 saniert und im Jahr 1997 als Gedenkstätte Phillip Otto Runges eröffnet. Zu sehen sind hier der künstlerische Lebensweg des großen Malers sowie ein Teil seiner Werke. Im Nebengebäude hat ein Metallrestaurator seine Werkstatt eingerichtet.
  • Museum "Kaffeemühle": Im ältesten Profanbau der Stadt, einem Getreidespeicher, der vermutlich aus der 2. Hälfte des 17. Jh. stammt, können Sie durch die Wolgaster Geschichte wandeln. Im alten Tonnenkeller des Hauses, der aus dem 15. Jh. stammt, wird die slawische Besiedlung des Gebietes nachvollziehbar. Ein hölzernes Modell lässt eine Vorstellung vom gewaltigen Herzogschloss der einstigen pommerschen Hauptstadt Wolgast erahnen. Das Residenzhaus stand auf der kleinen Peeneinsel, die heute durch die Waagebalkenbrücke mit Usedom verbunden ist. Im 18. Jh. wurde das Schloss leider zerstört, seine Ruine wurde 1840 abgetragen.


Stralsund

  • Die Hansestadt Stralsund liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee, und wird auf Grund ihrer Lage als Tor zur Insel Rügen bezeichnet. 1234 erhielt Stralsund das Lübische Stadtrecht. Die Altstadt gehört seit 2002 mit dem Titel „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“ zum UNESCO-Welterbe. Im Dreißigjährigen Krieg widerstand Stralsund mit Hilfe von Schweden und Dänemark der Belagerung durch Wallensteins Truppen; es folgte eine fast 200jährige Zeit der Zugehörigkeit zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Pommern. Im 19. Jahrhundert kam Stralsund zu Preußen und wurde Sitz eines neuen Regierungsbezirkes.
    Die Innenstadt Stralsunds ist durch ihren Reichtum an historischer Bausubstanz gekenn­zeichnet. Das Ensemble des Alten Marktes gibt mit der Nikolaikirche, dem Stralsunder Rathaus als einem der bedeutendsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik, dem Artushof, dem Wulflamhaus und dem Commandantenhus einen Überblick über die architektonische Geschichte der Stadt. Die aufwändig sanierten Bürgerhäuser mit ihren typischen Giebeln prägen das Bild in den Altstadtstraßen.
    Das ehemalige Schwedische Regierungspalais beherbergt heute das Bauamt der Stadt. Das Museumshaus in der Mönch­straße wurde mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert und ermöglicht so als eines von Nordeuropas bedeutendsten original erhaltenen Bürgerhäusern der Hansezeit das Erleben und Begreifen der Geschichte aus sieben Jahrhunderten. Am Stadthafen legen die Fährschiffe nach Hiddensee und Altefähr und zu Hafenrundfahrten an; in den Sommermonaten ist der Hafen zudem Liegeplatz für Flusskreuzfahrtschiffe. Sehenswert ist auch das Deutsche Meeresmuseum im ehemaligen Katharinenkloster; es erlaubt Einblicke in die Welt des Wassers und seiner Bewohner. Eine Ergänzung stellt das 2008 eröffnete Ozeaneum im Hafen dar. Das Kultur­historische Museum zeigt Ausstellungen aus der Geschichte Pommerns; unter den Exponaten befinden sich der berühmte Hiddenseer Goldschmuck und ein bei Stolp auf­gefundenes Bernstein-Amulett in Gestalt einer Stier-Skulptur, dessen Alter auf vier- bis fünftausend Jahre geschätzt wird. Einen Besuch wert ist auch auf das auf dem Dänholm gelegene Marinemuseum.


Greifswald

  • Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald (niederdeutsch: Griepswoold; nach ihrem Wappentier, dem pommerschen Greifen, auch Gryps genannt) ist eine kreisfreie Stadt in Vorpommern im Nordosten Deutschlands. Zusammen mit Stralsund bildet die Stadt eines der vier Oberzentren des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt Greifswald liegt zwischen den Inseln Rügen und Usedom an der Mündung des kleinen Flusses Ryck in die Dänische Wiek, einer Bucht des Greifswalder Boddens.
    Greifswalds Gründung in Pommern geht auf das Kloster Eldena zurück, zu dessen Gut es anfangs gehörte. Die Siedlung lag gegenüber den auf der anderen Ryckseite gelegenen Salzpfannen, die seit spätestens 1193 bestanden; sie entstand wahrscheinlich im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts als Siedlung der Arbeiter der Greifswalder Saline.
    Für die Siedlung, an der sich zwei alte Handelswege kreuzten, erhielt das Kloster 1241 sowohl vom rügenschen Fürst Wizlaw I. als auch vom Pommernherzog Wartislaw III. das ur­kundliche Marktrecht verliehen. 1278 wurde Greifswald erstmals als Mitglied der Hanse genannt. Mit dem Dreißigjährigen Krieg kamen Not und Elend in die Stadt.
    1626 befahl Landesherr Bogislaw XIV. den Greifswaldern, dass die teilweise baufällig gewordenen Befestigungsanlagen so gut wie möglich zu verbes­sern seien, doch schon Ende 1627 überließ der schwerkranke Herzog Pom­mern den kaiser­lichen Truppen durch Kapitulation. Diese zogen nun unter Wallenstein in Greifswald ein und errichteten ein Schreckensregime, bei dem die Bevölkerung schlimmstens ausgeplündert wurde. Zur Abwehr der schwedischen Truppen ließ Wallenstein die Befestigungsanlagen verstärken und zog die Bevölkerung zur Zwangsarbeit heran. Durch die Pest wurden die Einwohner soweit dezimiert dass bei Kriegsende nur noch die Hälfte der Häuser be­wohnt war. Der nachfolgende Zeitabschnitt, die so genannte Schwedenzeit, währte 184 Jahre. Die Schweden waren bis zum Wiener Kongress 1815 die Herren über Vorpommern und damit auch für die Geschicke von Greifswald verantwortlich. Jedoch ließen sie die pom­mer­schen Städte insgesamt recht selbständig gewähren.
    In den Napoleonischen Kriegen besetzten Truppen Frankreichs und seiner Verbündeten 1807 bis 1810 sowie 1812/13 die Stadt. Im Zuge des Friedens von Kiel im Januar 1814 sollte Greifswald mit Schwedisch-Pommern an Dänemark fallen, kam aber während des Wiener Kongresses im Oktober 1815 durch Abtretung des damals preußischen Herzogtums Lauenburg an Dänemark zu Preußen.
    Um die Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jh. entstanden großzügig bebaute neue Stra­ßen, in denen sich die zunehmende und wohlhabende Bürgerschaft niederließ. 1912 erhielt Greifs­wald den Status einer kreisfreien Stadt, zu Beginn des Ersten Weltkrieges waren 1.500 Studenten an der Universität immatrikuliert. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Stadt, die eine große Garnison der Wehrmacht beherbergte, ohne Zerstörungen, allerdings sind die Schädigungen und Verluste wichtiger Teile der Bausubstanz der historisch wertvollen Altstadt auf Abriss und unterlassene Restaurierung oder Instandhaltung in den folgenden 40 Jahren zurückzuführen. Durch Abtragungen, zum Beispiel des klas­sizistischen Steinbecker Tores (auch Brandenburger Tor genannt), im Jahre 1951 und weitere schädliche Baumaßnahmen im Norden der Altstadt ging bis 1989/90 et­wa die Hälfte der historischen Bausubstanz verloren.
    Die Stadt weist Baustile nahezu aller Epochen von der mittelalterlichen Backsteingotik bis zur modernen Architektur auf. Insbesondere die älteren Bauwerke der Stadt sind geprägt von dem in Norddeutschland und im Ostseeraum üblichen Stil, den man auch in den anderen Hansestädten, wie z. B. Lübeck oder Wismar, findet.
    Seit 1990 sind große Anstrengungen zur Rettung und Wiederherstellung des historisch gewachsenen Stadtbildes unternommen worden. Besonders reizvoll ist der in Norddeutsch­land einzigartige Marktplatz. Am Markt befindet sich das aus dem 13. Jh. stammende gotisch-barocke Greifswalder Rathaus. Sehr sehenswert sind die beiden mittelalterlich-hanseatischen Bürgerhäuser am Markt 11 und 15 im Stil der Backstein­gotik. An der Ecke zur Mühlenstraße befindet sich das weiße, klassizistische Gebäude des Pommerschen Landesmuseums. Die größten Sakralbauten sind die weithin sicht­baren drei großen gotischen Backsteinkirchen: der Dom St. Nikolai (um 1263) ist das Wahrzeichen der Stadt und liegt im westlichen Zentrum; er ist die Haupt- bzw. die Bischofskirche der Pommerschen Evangelischen Kirche. St. Marien, im Volksmund Dicke Marie genannt, ist die älteste (um 1260) der drei großen Stadtkirchen. St. Jakobi (1280) liegt am westlichen Rand des Stadtkerns und ist die kleinste der drei gotischen Hauptkirchen.
    Weitere Sehenswürdigkeiten sind das barocke Hauptgebäude der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald von 1747 (nach Plänen von Andreas Mayer), das „Caspar-David-Friedrich-Zentrum“ in der Nähe des Doms (heute Sitz des Fremdenverkehrsverbandes Vorpommern) und das Alfried Krupp-Wissenschaftskolleg Greifswald.


Anklam

  • Anklam wurde 1243 erstmals urkundlich erwähnt. 1264 hat der Ort das Stadtrecht erhalten und ist 1283 der Hanse beigetreten. Direkt im Peene-Urstromtal gelegen ist Anklam von reichhaltigen Naturschutzgebieten und Naturerlebnisräumen umgeben.
    Im zeitlichen Umfeld der Pest wurden um 1350 alle Juden der Stadt vor der Stadt verbrannt. Sie blieben für Jahrhunderte aus der Stadt verbannt. 1377 brannte die Stadt bis auf die Marienkirche und einige Häuser in der Umgebung völlig ab. Die Stadt wurde in­nerhalb weniger Jahre wieder aufgebaut. 1387 versuchten die Handwerker im „Fischer-Aufstand“ vergeblich dem Magistrat eine Mitsprache abzutrotzen; der Bürgermeister und sämtliche Ratsherren wurden erschlagen. Anlass war ein Streit über die Größe von Messgefäßen beim Fischhandel.
    Als die Hanse im Jahr 1427 gegen die Dänen in den Krieg zog weigerte sich Anklam daran teilzunehmen. Dafür wurde die Stadt zwar zeitweise aus der Hanse ausgeschlossen, doch wurde die Beziehung zu Dänemark nachhaltig so gut, dass im Jahr 1713 der Ein­spruch des dänischen Königs Anklam davor bewahrte, von den Russen zerstört zu werden. 1535 zog die lutherische Reformation in die Stadt ein. Ein Drittel der Bevölkerung starb 1565 an der Pest, 1580 begann der Bau eines Wasserversorgungssystems.
    Durch den Westfälischen Frieden 1648 wurde Anklam zur schwedischen Grenz- und Garnisonsstadt. Während des Zweiten Nordischen Krieges 1657 fielen die Polen in An­klam ein und brachten neuen Tod und Zerstörung. Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg belagerten von 1676 bis 1679 die Brandenburger unter Kurfürst Friedrich Wilhelm Anklam und eroberten die Stadt. Schon 1711 wurde Anklam erneut während des Großen Nordischen Krieges durch eine Allianz aus Sachsen, Russen, Dänen, Polen und Preußen erobert; die schwedischen Schutztruppen mussten sich zurückziehen. 1720 wurde die Stadt geteilt. Der in Neu-Vorpommern gelegene Teil nördlich der Peene blieb in schwedischer Hand, der größere südliche Teil kam zu Preußen.
    Nach der preußischen Niederlage bei Jena und Auerstedt marschierten 1806 die Franzosen ein und besetzten die Stadt bis 1809. Erst nach dem Wiener Kongress 1815 wurde die Stadt preußisch. 1812 setze eine jüdische Zuwanderung ein; 1841 wurde eine Synagoge für die mehr als 200 Juden der Stadt eröffnet. 1839 nahmen Dampfer den Verkehr auf der Peene auf, 1863 erhielt Anklam einen Bahnanschluss an der Eisenbahnlinie Angermünde-Pasewalk-Anklam-Stralsund als Zweigbahn der Berlin-Stettiner Eisenbahn. 1848 waren in Anklam 14 Handelsschiffe beheimatet. Die Zuckerfabrik Anklam wurde 1883 als Aktiengesellschaft gegründet. 1905 wurde die zentrale Wasserversorgung fertiggestellt, 1921 wurde die Stadt elektrifiziert.
    1933 begann auch in Anklam die Judenverfolgung durch Boykott jüdischer Geschäfte. Viele wanderten aus, andere wurden enteignet. Die Synagoge wurde im Novemberpogrom 1938 angezündet. 16 jüdische Bürger wurden 1940 deportiert, nur wenige überlebten. Der 1940 verkaufte jüdische Friedhof wurde 1948 zurückgegeben und 1956 zu einer Gedenkstätte umgestaltet.
    In der Hansestadt Anklam und ihrer Umgebung zeugen zahlreiche Sehenswürdigkeiten von der bewegten Geschichte der Stadt, wie zum Beispiel die Marien- und die Nikolaikirche, die Reste der alten Stadtbebauung und einige spätgotische Bürgerhäuser, das 32 m hohe Steintor, der Pulverturm oder die Peene-Eisenbahnbrücke von 1938 (erbaut von der Fa. Krupp).


Karnin

  • Die Hubbrücke Karnin ist eine 1933 eröffnete und 1945 zerstörte Eisenbahnbrücke über den Peenestrom. Sie war Bestandteil der ehemaligen Eisenbahnlinie Ducherow-Swine­münde. Das Hubteil der Brücke steht unverändert seit Kriegsende als technisches Denk­mal mitten im Peenestrom. Es wurde für die Auszeichnung „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ vorgeschlagen.
    Die Brücke hatte eine Gesamtlänge von 360 Metern, die Länge des Hubgerüstes betrug 51,7 m, die Höhe 35 m. Der Mittelpfeiler der zuvor bestehenden Drehbrücke blieb als zusätzliches Widerlager für den Hubteil bestehen; hiermit und zusammen mit einer leichten Konstruktion des eigentlichen Hubteils ergaben sich erhebliche Einsparungen bei den zu bewegenden Massen der Brücke. Die Brücke war bis zu ihrer Sprengung Ende April 1945 die wichtigste Verkehrsverbindung von Usedom zum Festland.